Im Jahr 2019 kamen die Gothaer Feuerwehren im Stadtgebiet 1.055 mal zum Einsatz. Diese Zahl wird so für die Stadt Gotha in der dafür zuständigen Erfassungsstelle im Thüringer Landesverwaltungsamt verwertet. Im Jahr 2018 waren es insgesamt 1123 Einsätze. Zu dieser Gesamteinsatzzahl kommen noch 28 weitere Alarmierungen, bei denen die Feuerwehr Gotha zu den sogenannten überörtlichen Einsätzen als Stützpunktfeuerwehr ausrückte und welche in der Anzahl für das Stadtgebiet nicht mit erfasst werden. Dies bedeutet, dass die Stützpunktfeuerwehr Gotha durchschnittlich zweimal im Monat in anderen Gemeinden des Stützpunktfeuerwehrbereiches mit zum Einsatz kam, was im gleichen Niveau wie im vorangegangenen Jahr liegt.


Foto: Waggonbrand am ehemaligen RAW

Brandgeschehen

Insgesamt gab es 134 Brände, was einen Rückgang von 6 Brandeinsätzen im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Von den 134 Bränden sind 116 in die Kategorie Kleinbrände (mit nur einem Strahlrohr bekämpft) einzuordnen. Weiterhin löschte die Feuerwehr 17 Mittel- und einen Großbrand (Brand eines leerstehenden Wohnhauses in der Brückenstraße in Gotha). Davon fanden 55 Brände in Gebäuden statt. Im Jahr 2018 waren es hier 69.

Infolge der Brandeinsätze mussten 23 Personen mit Verletzungen rettungsdienstlich versorgt werden und 50 Menschen wurden über den sogenannten baulichen Rettungsweg gerettet. Besonders erfreulich ist, dass 2019 unter den Feuerwehrangehörigen niemand in Ausübung seiner Tätigkeiten bei den Brandeinsätzen verletzt wurde. Zudem gab es glücklicherweise keine Brandtoten.

In den anderen Kategorien waren dementsprechend 79 Einsätze zu verzeichnen, davon allein 48 Papiercontainer- und beispielweise noch 10 Fahrzeug- sowie 16 Flächenbrände. Diese Zahlen liegen auch im Vorjahresniveau.

Zu den 134 realen Bränden kommen noch einmal 122 Fehlalarme in den Kategorien "blinder Alarm" (47), "böswilliger Alarm" (7), "Fehlalarmierung durch automatische Brandmeldeanlage" (50) und "sonstiger Grund" (18). 2018 waren es insgesamt 140 Fehlalarme.

Die sogenannten böswilligen Alarmierungen hatten nahezu wieder ausschließlich die missbräuchliche Verwendung von Alarmierungstechnik bei automatischen Brand-meldeanlagen als Hintergrund. Diese Fehleinsätze werden auch bei der Polizei zur Anzeige gebracht und können dem Verursacher je nach Aufwand der Feuerwehr teuer zu stehen kommen.

In Bezug auf die immer noch anhaltenden jährlichen Trockenperioden gab es in Gotha glücklicherweise wieder keine größeren Schadenfeuer.

Technische Hilfeleistungen

Im Bereich der technischen Hilfeleistung rückte die Feuerwehr Gotha zu 753 Einsätzen aus. Dies sind 33 Einsätze weniger als im letzten Jahr. Hinzu kommen noch 46 Fehlalarmierung in den Kategorien "blinder Alarm" (34), "böswilliger Alarm" (1), "Fehlalarmierung einer Gefahrenmeldeanlage" (1) und "sonstiger Grund" (10).

Uwe Walther (Präsident des DRK Gotha), Stephan Kramer von der Feuerwehr Gotha-Uelleben, Oberbürgermeister Knut Kreuch und der Vorsitzende des  Stadtfeuerwehrverbandes Gotha e.V. Thomas Fröhlich unterstützten tatkräftig das jährliche Weihnachtsessen für die Besucher der „Gothaer Tafel“.

Es ist nun schon seit vielen Jahren eine liebgewonnene Tradition, dass die Besucher der „Gothaer Tafel“ in der Vorweihnachtszeit vom Oberbürgermeister der Stadt Gotha und dem Gothaer Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes, welcher der Träger der „Tafel“ im Landkreis Gotha ist, zu einem Mittagsessen im Advent eingeladen werden.

So trafen sich am 21. Dezember 2019, dem Samstag vor dem 4. Advent, wie immer gegen 10 Uhr wieder rund 20 Helfer im „Theatercafé“ des Gothaer Kulturhauses, um den eingeladenen Tafelbesuchern ein schönes Mittagessen servieren zu können. Im Vorfeld wurde durch das Deutsche Rote Kreuz wieder die aktuelle Anzahl an Tafelbesuchern mitgeteilt, sodass 80 Einladungen in der „Tafel“ ausgegeben wurden. Erfreulicherweise nahmen auch alle die Einladung an. Pünktlich um 12 Uhr eröffnete Oberbürgermeister Knut Kreuch die Veranstaltung mit ein paar Worten zur Weihnachtszeit und gemeinsam sangen Gäste und Helfer zur Einstimmung das Lied „Kling, Glöckchen, klingelingeling“.

Es wartete auch in diesem Jahr wieder ein schmackhaftes Drei-Gänge-Menü auf die großen und kleinen Gäste, das mit einer Pilz-Creme-Suppe begann, gefolgt von Klößen, Rotkraut und einer Entenkeule, abgerundet von dreierlei Varianten Quarkspeise mit Sahne. Während des Festessens war eine durchweg zufriedene Stimmung im Raum zu spüren und zum Abschluss bekamen die kleinen Gäste noch einen Schokoladenweihnachtsmann geschenkt.

Die Gäste bedankten sich zum Abschied bei den Helfern für ein erneut gelungenes Weihnachtsessen. Dieser Dank soll an dieser Stelle aber auch an diejenigen weitergereicht werden, die am Samstag nicht mit anwesend waren, ohne die aber das Essen nicht hätte standfinden können. Hier sei ein besonderer Dank an das Küchenteam der Heimservice Gotha GmbH und deren Geschäftsführung für die wieder einmal tolle und leckere Unterstützung gerichtet.

Nachruf

 

 

Am 13. August 2019 verstarb nach schwerer Krankheit der stellvertretende Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Gotha-Uelleben, Oberlöschmeister Norman Müller. Er war seit 25 Jahren im aktiven Dienst der Feuerwehr tätig. Bereits im Alter von 10 Jahren hatte er seine Laufbahn in der Jugendfeuerwehr begonnen. Danach folgten die Grundausbildung in der Feuerwehr Gotha sowie verschiedene Speziallehrgänge. Norman Müller engagierte sich anschließend als Jugendfeuer-wehrwart in Gotha-Uelleben, bevor er 2016 dort zum stellvertretenden Wehrführer gewählt wurde. Mit ihm verliert die Feuerwehr Gotha einen außerordentlich engagierten Kameraden. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl gelten seinen Familienangehörigen.

Wir werden ihn in guter Erinnerung behalten.

Der Oberbürgermeister und die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Gotha

Für die Bekleidung und Schutzausrüstung der Gothaer Feuerwehrleute wird jährlich eine nicht unerhebliche Summe in Höhe von 27.000 Euro im städtischen Haushalt bereitgestellt. Wenn man aber dabei berücksichtigt, dass eine komplette Neueinkleidung eines Feuerwehr-angehörigen rund 1.400 Euro kostet, relativiert sich diese Zahl schnell wieder und wenn man den laufenden Verschleiß an Einsatzbekleidung noch mit dazu nimmt, wird man feststellen, dass hier dann nicht mehr viel Spielraum besteht. Zumal über diese Haushaltsstelle alle Neu- und Ersatzbeschaffungen der insgesamt rund 160 Angehörigen der Gothaer Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren abgerechnet werden.

Nun haben gerade die hauptamtlichen Angehörigen der Berufsfeuerwehr viele Tätigkeiten im Rahmen ihres Dienstes, wo neben der wichtigen Schutzausrüstung auch eine andere Uniform, z.B. im sogenannten Tagesdienst bei Ausbildung, Arbeitsdienst, Beratungen, Absicherung von Veranstaltungen und bei ähnlichen dienstlich angeordneten Maßnahmen getragen werden muss. Hierfür gibt es die sogenannte Tagesdienst-Uniform. Diese besteht aus unterschiedlichen Teilen, wie Hemd, Polo-Shirt, Pullover, Sweatshirt, Diensthose, Halbschuhe, Jacke und noch einiges mehr. Je nach Anlass wird dann das entsprechende Uniformteil getragen.


Da es hier auch immer mal modische Neuheiten gibt, beschäftigen sich die Feuerwehrleute auch hin und wieder damit, dem modischen Trends zu folgen, was aber unter großer Berücksichtigung der eben erwähnten finanziellen Spielräume geschieht. Schließlich handelt es sich hier ja auch um entsprechend sparsam und effektiv einzusetzende Steuergelder.

Bei den Kameraden der Berufsfeuerwehr gab es vor längerer Zeit nun die Anfrage, ob nicht die Möglichkeit bestehen könnte, die Jacke für den Tagesdienst im Modell für alle zu erneuern. Ein Kollege der Wachabteilung 1, Brandmeister Stefan Hanske, ließ hierfür auch ein paar private Kontakte in die Wirtschaft spielen, sodass ein hiesiges Unternehmen aus dem Bereich Seniorenpflege, der Ambulante Pflegedienst Karin Schröter und Henning Schröter GbR, welcher seinen Unternehmenssitz in der Friemarer Straße in Gotha hat, sich nicht lange bitten lies. Prompt kam eine Zusage eine komplette Neuausstattung mit Jacken für die Berufs-feuerwehr finanziell zu unterstützen.

Impressum

Stadtverwaltung Gotha
Amt für Brandschutz
Oststraße 33
99867 Gotha

Telefon: 03621 222 560

Telefax: 03621 222 565

E-Mail: brandschutzamt@gotha.de

Ansprechpartner: Leiter Amt für Brandschutz

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