Jedes Feuerwehrgebäude hat mindestens einen sogenannten Schulungsraum, so auch die Feuerwache der Berufsfeuerwehr in der Oststraße. Analog unserer derzeit zur Weltmeisterschaft geforderten Nationalelf, müssen Feuerwehrangehörige trotz abgeschlossener Ausbildung ein ständiges Training und eine stetige Fortbildung absolvieren, um für den Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein. Dabei spielt zudem überhaupt keine Rolle, ob man ehrenamtlich bei der Freiwilligen Feuerwehr oder hauptamtlich bei der Berufsfeuerwehr tätig ist. Der einzige Unterschied: im Ehrenamt müssen 40 und bei der Berufsfeuerwehr 150 Stunden pro Jahr von jedem Einzelnen an Aus- und Fortbildung nachgewiesen werden. Ein nicht unwesentlicher Anteil ist dabei theoretisches Fachwissen, was es dann nach der Ausbildung in die Praxis umzusetzen gilt. Seit kurzem können sich nun die Kollegen der Berufsfeuerwehr Gotha über eine Modernisierung ihrer Lehrbedingungen freuen.


In der Kommunikations- und Rechnertechnik ist die Halbwertszeit sehr kurz bemessen und galt bis vor kurzer Zeit noch ein Beamer nebst Laptop als das Nonplusultra, so gibt es aktuell bereits weitaus raffiniertere Geräte. Mit einem neuen Smartbord können nun Bildschirmpräsentationen nicht nur angezeigt, sondern auch während der Ausbildung noch interaktiv genutzt werden. Eine ganz normale Tafel ist mit dem modernen Hightechgerät übrigens auch darstellbar. Anstatt Kreide benötigt man aber nur einen Zeiger aus Kunststoff und man kann dann noch zwischen einigen Farben wählen. Fotos von Einsatzstellen können zur taktischen Auswertung vergrößert angezeigt und durch verschiedenen Optionen auch relevante Sachverhalte hervorgehoben werden. Natürlich besitzt das Gerät auch noch ein sogenanntes Touch-Display, sodass wie beim Smartphone alles per „Handwischtechnik“ funktioniert, nur eben in XXL-Format. Rund 6.000 Euro wurden dafür aus dem städtischen Haushalt investiert und dies kommt neben der Berufsfeuerwehr auch den städtischen Freiwilligen Feuerwehren zugute, welche natürlich auch den Schulungsraum mit nutzen können.

Weiterhin konnte durch einen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Gotha-Uelleben eine tolle Sponsorenleistung vermittelt werden, welche sich nun ebenfalls neu im Schulungsraum befindet. Als Kurierfahrer befördert dieser Kamerad in seinem wahren Berufsleben nahezu täglich Bedienmodule und weitere Technik für Brandmeldeanlagen von der in Erfurt ansässigen Firma IFAM zu unterschiedlichsten Empfängern. So liegt es nahe, dass man sich dann und wann auch über Bereiche unterhält, wo diese Geräte dann tatsächlich zum Einsatz kommen und die Firma IFAM unterstützte in der Vergangenheit schon viele Feuerwehren bei der Fortbildung im Umgang mit den Bedienelementen. Die Geschäftsführung der Firma IFAM machte deshalb dem Kameraden das Angebot, für die Feuerwehr Gotha ein sogenanntes Übungs-„Feuerwehr-Informations-und Bedien-System“, kurz Übungs-„FIBS“, kostenfrei und inklusive Übungssoftware zur Verfügung zu stellen. Das Angebot wurde durch den Kameraden an die Leitung der Feuerwehr vermittelt, welche natürlich sehr erfreut darüber war. Eine kurze persönliche Vorstellung folgte in Erfurt und vor einigen Wochen wurde das Gerät im Wert von etwa 2.500 Euro an die Feuerwehr Gotha übergeben. Seither gibt es nun die Möglichkeit, in der Feuerwache den Umgang mit den Bedienelementen von automatischen Brandmeldeanlagen so realitätsnah wie möglich zu üben und das ebenfalls für alle Feuerwehreinheiten der Kreisstadt. Ein großer Dank deshalb an die Firma IFAM aus Erfurt für diese sehr gute Unterstützung.

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