Am Sonnabend, dem 21. April 2018 fand der jährliche Stadtfeuerwehrtag statt. Hier ein kurzer Einblick in den Vormittag:

 

Vielen Dank an "Oscar-am-Freitag-TV" für den schönen Film.

Am Abend trafen sich alle Gothaer Feuerwehren und die Einheit des THW OV Gotha sowie geladene Gäste zur Gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Gotha im Mehrzweckraum der FöBi Bildungsstätte in Gotha. Nach den Berichten und Grußworten erfolgten Neuaufnahmen, Beförderungen und Auszeichnungen. Im Anschluss des offiziellen Teils folgte ein gemütlicher Abend, welcher in hervorragender Weise mit einem Buffet vom "Grone-Bildungszentrum Gotha" abgerundet wurde. Ein herzlicher Dank an alle Beteiligten für einen sehr schönen und gelungenen Stadtfeuerwehrtag 2018.

 

 


Nachdem sich bereits die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren Gotha-Sundhausen und Gotha-Siebleben über die Ersatzbeschaffungen für ihre mittlerweile über 20 Jahre alten Mannschaftstransportwagen freuen konnten, steht nun bei der Freiwilligen Feuerwehr Gotha-Boilstädt eine Erneuerung ins Haus und das sogar außerplanmäßig.


Foto: Lutz Ebhardt

Laut dem Erneuerungskonzept für die Fahrzeuge der Feuerwehr, beschlossen vom Stadtrat der Stadt Gotha im Jahr 2016, sollen bis zum Jahr 2024 die meisten Einsatzfahrzeuge erneuert werden. In dieser Planung war dieses Mannschafts-transportfahrzeug aber noch nicht mit berücksichtigt, da es hier vorrangig um die großen und sehr teuren Fahrzeuge geht. Nun konnte im letzten Jahr ein sehr gutes Ausschreibungsergebnis bei der neuen Drehleiter erzielt werden, sodass hier noch finanzielle Mittel frei wurden. Diese konnten erfreulicherweise für weitere Investitionen bei den Gothaer Feuerwehren verwendet werden, wovon nun auch das neue Fahrzeug für die Boilstädter Feuerwehr gekauft wurde.

Das alte Fahrzeug am Standort Boilstädt, ein Mercedes Benz Sprinter, war vor seiner Nutzung als Feuerwehrtransporter bereits im städtischen Schul- und Jugendamt als sogenanntes „HalliGalli-Mobil“ für die Kinder- und Jugendarbeit im Einsatz. Als hier seiner Zeit ein neues Fahrzeug angeschafft werden konnte, kam dieser Kleinbus zur Feuerwehr und es wurde ein Feuerwehrauto daraus. Es stammte aber bereits aus dem Jahr 1999 und hatte nunmehr rund 110.000 km Kilometer zurückgelegt.

Nach einer sorgfältigen Markterkundung konnte ein geeignetes Fahrzeug gefunden werden, welches als normaler Kleinbus gekauft und zu einem Feuerwehrfahrzeug umgerüstet wurde.

Das neue Fahrzeug, ein Ford Transit, ist aus dem Jahr 2016, hat eine Laufleistung von rund 13.000 km und hat inklusive der Umrüstung insgesamt rund 30.000 Euro gekostet.

Schon immer wird bei der Feuerwehr Gotha in den Schutz für die Feuerwehrangehörigen investiert. Im Fachchargon wird hierbei von der sogenannten PSA (Persönliche Schutzausrüstung) für jede Einsatzkraft gesprochen.

Bisher gab es dabei eine zweiseitige Betrachtung. Die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren bekamen andere Ausrüstung als die Kameraden der Berufsfeuerwehr. Diese Verfahrensweise wird nun geändert. Grund für diese Entscheidung ist zunächst eine generelle Neuausrichtung bei der Beschaffung, was bedeutet, dass nach vielen Jahren wieder mal eine Markterkundung zum Stand der Technik als notwendig erachtet wurde, worauf rund ein Jahr mit Trageversuchen unterschiedlichster Hersteller folgte. Weiterhin sollen mit einer einheitlichen Schutzausrüstung, für alle Feuerwehrleute der Stadt Gotha, die Lagerhaltung und der Tausch von kontaminierter Ausrüstung nach Einsätzen erleichtert werden.

Foto: Lutz Ebhardt


Rund 28.000 Euro konnten für dieses Vorhaben aus dem städtischen Haushalt bereitgestellt werden. Dem gründlichen Abwägungsverfahren, für welche Schutzausrüstung sich entschieden werden sollte, folgte eine sogenannte Beschränkte Ausschreibung. Als Ergebnis konnten nun 22 Sätze neue Schutzausrüstung, bestehend aus Feuerwehrschutzhelm, Feuerwehrüberjacke und Feuerwehrüberhose nach den strengen Norm-Vorschriften in Auftrag gegeben werden. Davon werden zunächst 15 Sätze bei der Berufsfeuerwehr und 7 Sätze bei der Freiwilligen Feuerwehr Gotha-Stadtmitte ausgetauscht. Die weitere Ersatzbeschaffung soll kontinuierlich in den nächsten Jahren fortgesetzt werden, bzw. bei Neuaufnahmen gibt es gleich die neue Form.

Am Standort der Berufsfeuerwehr Gotha wird seit der Inbetriebnahme der Feuerwache im Jahr 1956 sämtliches Schlauchmaterial der städtischen Feuerwehren und teilweise auch von Umlandgemeinden geprüft, gereinigt und repariert. Das bisher angewendete Verfahren zur Druckprüfung von Feuerwehrschläuchen entsprach immer noch dem Stand der Technik von vor über 60 Jahren. Vorrangig aus Gründen der Arbeitssicherheit, aber auch wegen des enorm hohen Wasserverbrauchs, war diese geplante Erneuerung unbedingt erforderlich.

In einer vorangegangen Markterkundung konnten umsetzbare Möglichkeiten gefunden werden, die in die bestehende Gebäudestruktur integriert werden konnten. Im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung, konnte nach Auswertung der Angebote der Zuschlag für die Prüf- und Pflegeanlage an die Firma Wilhelm Barth GmbH & Co. KG erteilt werden. Die notwendigen Umbauarbeiten im Kellerbereich (Abbruch- und Betonarbeiten sowie Neuinstallation von Wasser- und Elektroleitungen), wurden an hiesige Fachfirmen vergeben und von diesen ausgeführt.

Mittels der neuen Schlauchpflegetechnik kann nun jeder Feuerwehrschlauch nach den geltenden Vorschriften geprüft und infolge dessen gereinigt sowie repariert werden. Insgesamt wurden in dieses Projekt rund 36.740 Euro investiert, wovon seitens des Freistaates Thüringen 14.000 Euro durch eine Festbetragsförderung übernommen wurden.

 

Am 01. Februar 2018 wurde Andreas Ortlepp von Oberbürgermeister Knut Kreuch als Brandmeister in das Beamtenverhältnis auf Probe bei der Berufsfeuerwehr der Stadt Gotha ernannt. Nach langjähriger Tätigkeit als Werkfeuerwehrmann konnte Herr Ortlepp die notwendigen Qualifikationen für die Übernahme ins Beamtenverhältnis einer öffentlichen Feuerwehr erwerben und setzte sich in der letzten öffentlichen Stellenausschreibung im Bewerbungsverfahren als geeignetster Bewerber durch.

 

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