Nachdem sich bereits die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren Gotha-Sundhausen und Gotha-Siebleben über die Ersatzbeschaffungen für ihre mittlerweile über 20 Jahre alten Mannschaftstransportwagen freuen konnten, steht nun bei der Freiwilligen Feuerwehr Gotha-Boilstädt eine Erneuerung ins Haus und das sogar außerplanmäßig.


Foto: Lutz Ebhardt

Laut dem Erneuerungskonzept für die Fahrzeuge der Feuerwehr, beschlossen vom Stadtrat der Stadt Gotha im Jahr 2016, sollen bis zum Jahr 2024 die meisten Einsatzfahrzeuge erneuert werden. In dieser Planung war dieses Mannschafts-transportfahrzeug aber noch nicht mit berücksichtigt, da es hier vorrangig um die großen und sehr teuren Fahrzeuge geht. Nun konnte im letzten Jahr ein sehr gutes Ausschreibungsergebnis bei der neuen Drehleiter erzielt werden, sodass hier noch finanzielle Mittel frei wurden. Diese konnten erfreulicherweise für weitere Investitionen bei den Gothaer Feuerwehren verwendet werden, wovon nun auch das neue Fahrzeug für die Boilstädter Feuerwehr gekauft wurde.

Das alte Fahrzeug am Standort Boilstädt, ein Mercedes Benz Sprinter, war vor seiner Nutzung als Feuerwehrtransporter bereits im städtischen Schul- und Jugendamt als sogenanntes „HalliGalli-Mobil“ für die Kinder- und Jugendarbeit im Einsatz. Als hier seiner Zeit ein neues Fahrzeug angeschafft werden konnte, kam dieser Kleinbus zur Feuerwehr und es wurde ein Feuerwehrauto daraus. Es stammte aber bereits aus dem Jahr 1999 und hatte nunmehr rund 110.000 km Kilometer zurückgelegt.

Nach einer sorgfältigen Markterkundung konnte ein geeignetes Fahrzeug gefunden werden, welches als normaler Kleinbus gekauft und zu einem Feuerwehrfahrzeug umgerüstet wurde.

Das neue Fahrzeug, ein Ford Transit, ist aus dem Jahr 2016, hat eine Laufleistung von rund 13.000 km und hat inklusive der Umrüstung insgesamt rund 30.000 Euro gekostet.

 

Am Dienstag, dem 06. März, rückte die Feuerwehr Gotha kurz vor 22 Uhr mit dem Alarmstichwort „Gartenlaubenbrand“ in die Gartenanlage am Am Schmalen Rain aus. Bereits auf der Anfahrt bestätigte sich die Lage, da ein heller Flammenschein von Weitem zu erkennen war, weshalb zur Berufsfeuerwehr unverzüglich die diensthabenden Freiwilligen Feuerwehr Gotha-Boilstädt, -Sundhausen und -Uelleben nachgefordert wurden.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte und Mittel der Feuerwehr stand ein Gartenhaus in Vollbrand und das Feuer breitete sich gerade auf ein weiteres direkt angrenzendes Gebäude aus. Mit zwei Löschleitungen wurde zunächst von einer Seite die Brandbekämpfung eingeleitet. Die nachrückenden Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren entwickelten sich über den Rückwärtigen Gartenbereich, ebenfalls mit zwei Löschleitungen, sodass ein umfassender Angriff erfolgte. Hierzu musste eine längere Leitung für die Wasserversorgung aus Richtung der Friedrich-Ebert-Straße in die Gartenanlage aufgebaut werden.

Nach rund 45 Minuten war das Feuer nahezu gelöscht, wobei die Feuerwehreinheiten noch Restlöscharbeiten und den gesamten Rückbau der Wasserversorgung zu erledigen hatten.

Noch während dieser Arbeiten, gegen 23:40 Uhr, informierte die Rettungsleitstelle die Einsatzleitung der Feuerwehr Gotha über ein weiteres Brandereignis in der Parkstraße. Hier sollte ein Lkw in Brand geraten sein. Sofort setzte der Führungsdienst zur Lageerkundung in die Parkstraße um und die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehren Gotha-Siebleben und -Stadtmitte wurden zu dieser Einsatzstelle alarmiert.

Am Donnerstagmorgen, dem 25.01.2018, rückte die Berufsfeuerwehr Gotha um 9 Uhr mit dem Alarmstichwort „Ausgelöster Rauchmelder in Wohnung!“ zum Arnoldiplatz in der Kreisstadt aus.


Vor Ort stellten die Einsatzkräfte bei der Lageerkundung bereits im Treppenhaus des Mehrfamilien- und Geschäftshauses tatsächlich eine Rauchentwicklung fest, weshalb weitere Kräfte und Mittel nachalarmiert wurden. Die diensthabenden Freiwilligen Feuerwehren Gotha-Boilstädt, -Sundhausen und -Uelleben stellten daraufhin in ihren Gerätehäusern die Einsatzbereitschaft her.


Die weitere Lageerkundung an der Einsatzstelle ergab, dass der betroffene Wohnungsmieter bereits in der Küche seiner Wohnung eigene Löschversuche unternommen hatte und sich dabei eine Rauchgasintoxikation zuzog. Er wurde im weiteren Einsatzverlauf rettungsdienstlich versorgt und zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.

Am Sonntag, den 14.01.2018 wurde die Berufsfeuerwehr Gotha gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Gotha-Siebleben mit dem Stichwort „Brand im Gebäude“ gegen 22:35 Uhr in den Kindleber Weg der Kreisstadt alarmiert. Für die ersteintreffenden Einsatzkräfte des Hilfeleistungslöschfahrzeugs zeigte sich die Lage wie folgt: An einer eingeschossigen Doppelhaushälfte bestätigte sich der Brandverdacht durch die sichtbare Rauchentwicklung aus dem Dach sowie der geöffneten Hauseingangstür. Zudem wurde eine männliche Person mit offensichtlich schwerer Rauchgasintoxikation am Gebäudeeingang ansprechbar vorgefunden. Die anwesenden Nachbarn, welche vor dem Eintreffen der Feuerwehr die Rettung der aufgefundenen Person, einleiteten, informierten gleichfalls den Fahrzeugführer des HLF über eine weitere anwesende Person. Diese befand sich augenscheinlich weiterhin im Brandobjekt.


Durch die Beamten der Berufsfeuerwehr, unterstützt durch die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Siebleben, wurden umgehend 2 Einsatztrupps unter Atemschutz in das Gebäude mit dem Auftrag “Personensuche und Menschenrettung“ entsendet.

Diese Trupps arbeiteten sich, bedingt durch die starke Rauchentwicklung, unter Nullsicht vor und suchten das gesamte Objekt nach der vermissten Person ab. Diese sowie die Brandstelle konnte schließlich in einem Raum im Erdgeschoss ermittelt werden. Trotz sofort eingeleiteter Rettung konnte der ebenso anwesende Notarzt nur noch den Tod feststellen.


Parallel zur Menschenrettung im Gebäude versorgten weitere Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes die verletzte männliche Person vor dem Objekt. Diese wurde schließlich einem Krankenhaus zur weiteren Behandlung zugeführt.

Am Mittwoch, dem 03.01.2018, rückte die Berufsfeuerwehr kurz nach halb drei Uhr nachmittags mit dem Alarmstichwort „Pkw-Brand“ auf die Autobahn 4 in Fahrtrichtung Dresden aus.


Auf dem Parkplatz kurz vor der Anschlussstelle Mühlberg / Wandersleben bestätigte sich die Lage. Ein Kleinwagen brannte bereits in voller Ausdehnung. Die Insassen, zwei junge Frauen, bemerkten auf der Autobahn plötzlich das Aufblinken von Warnanzeigen im Tableau und zeitgleich kam Rauch aus den Lüftungsöffnungen. Geistesgegenwärtig lenkte die Fahrerin das Fahrzeug auf den Autobahnparkplatz, welcher sich zufällig gerade auf deren Höhe befand.


Die zwei Frauen konnten sich und auch noch ihre persönlichen Sachen in Sicherheit bringen, bevor das Fahrzeug komplett in Flammen aufging.


Unter schwerem Atemschutz und mit Löschschaum konnte zwar der Brand rasch gelöscht, aber ein Totalschaden leider nicht mehr verhindert werden. Zu den Hintergründen ermittelt nun die Polizei.

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