Am Sonntag, dem 20.10. rückte die Feuerwehr Gotha um 11:20 Uhr binnen weniger Wochen zu einem erneuten Brandeinsatz in die Juri-Gagarin-Straße aus. In der Alarmierung wurde eine starke Rauchentwicklung im Dachbereich eines Mehrfamilienhauses gemeldet, weshalb neben der Berufsfeuerwehr gleich die diensthabenden Freiwilligen Feuerwehren Gotha-Boilstädt, -Sundhausen und -Uelleben mit zum Einsatz kamen.

Bereits auf der Anfahrt bestätigte sich die Lage für die Einsatzkräfte, da von weitem schon Rauch aus dem Gebäude zu sehen war. Vor Ort stellten die ersten Kräfte der Feuerwehr dann aber einen Kellerbrand fest, durch welchen bereits zwei Treppenräume unbenutzbar waren. Dichter Brandrauch hatte sich bis in die oberen Geschosse ausgebreitet. Mehrere Personen waren zu dem Zeitpunkt noch in den betroffenen Wohnungen und mussten durch die Feuerwehr teilweise mittels Fluchthauben gerettet werden.

Mit mehreren Trupps unter schwerem Atemschutz wurde die Menschenrettung aus den Obergeschossen und die Brandbekämpfung im Keller eingeleitet. Aufgrund der großen Anzahl von betroffenen Personen und den Möglicherweise zu erwartenden Verletzungen durch den Brandrauch, wurden weitere Kräfte und Mittel des Rettungsdienstes und die Freiwilligen Feuerwehren Gotha-Siebleben und -Stadtmitte nachgefordert.


Durch die Feuerwehr wurden insgesamt 36 Personen, darunter auch viele Kinder, aus dem Gefahrenbereich gerettet und zur sogenannten Sichtung an den Rettungsdienst übergeben. Von den geretteten Personen mussten 12 mit dem Verdacht auf eine Rauchgasintoxikation ambulant an der Einsatzstelle behandelt werden. Ernsthafte Verletzungen gab es aber glücklicherweise nicht, sodass keiner der Betroffenen ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Der Brand im Keller konnte zügig bekämpft und somit eine weitere Ausbreitung verhindert werden. Mittels Zwangsbelüftung wurden die betroffenen Treppenräume vom Rauch befreit. Durch den Brand wurden aber sämtliche Ver- und Entsorgungsleitungen des betroffenen Gebäudeteils in Mitleidenschaft gezogen, weshalb es neben einem großen Sachschaden auch eine erhebliche Nutzungseinschränkung der Wohnungen für die Mieter zur Auswirkung hatte. Durch den Gebäudeeigentümer mussten deshalb über das Einsatzgeschehen hinaus geeignete Maßnahmen getroffen werden.

Gegen 14 Uhr war der Einsatz für die Feuerwehr beendet. Zu den Hintergründen ermittelt nun die Polizei.

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